Manche Frauen tragen sie nie, manche ab und an, manche sogar täglich: Slipeinlagen dienen zum Schutz der Unterwäsche und tragen zum Frischegefühl bei. Dabei müssen sie besondere Anforderungen erfüllen und je nach Frau und Zyklus Schweiß, Ausfluss oder sogar geringe Mengen an Menstruationsblut aufsaugen.

Einfach und praktisch soll es sein, daher greift ein Großteil der Frauen zu Wegwerfartikeln. Leider geschieht dies auf Kosten der Umwelt und der eigenen Gesundheit. Doch was ist das Problem mit Einweg-Slipeinlagen?

Der ökologische Fußabdruck von Slipeinlagen

Die Produktion von Slipeinlagen verbraucht Unmengen an Ressourcen. Meist bestehen sie aus Zellstoff oder Baumwolle und werden mit Sauerstoff gebleicht, was enorm viel Wasser und Energie verbraucht. Zudem entstehen Kosten durch Materialien, Herstellung und Transportwege. Nach jedem Gebrauch landet die Slipeinlage im Müll – und mit ihr unser Geld. Dort angekommen, entsteht gleich das nächste Problem: Aufgrund von Plastikbestandteilen und Erdöl sind sie weder kompostierbar noch biologisch abbaubar. Die traurige Wahrheit: gebrauchte Slipeinlagen werden verbrannt oder enden auf der Deponie und lagern dort hunderte Jahre.

Das Problem mit der Gesundheit

Oftmals werden problematische Umweltaspekte für Praktikabilität und Komfort billigend in Kauf genommen. Aber spätestens in Hinblick auf die eigene Gesundheit lohnt es sich, einen genaueren Blick auf die Verwendung von Wegwerf-Slipeinlagen zu werfen und deren Gebrauch zu überdenken.

Slipeinlagen enthalten kleinste Plastikpartikel in Form von Beschichtung, Superabsorber und Klebestreifen[1]. Diese reduzieren jedoch die Atmungsaktivität der Haut, wodurch es zu Irritationen, Reizungen und sogar zu Pilzinfektionen kommen kann. Frisch fühlen? Fehlanzeige.

Und damit nicht genug: in vielen Slipeinlagen befinden sich außerdem Gift-, Kleb- oder Duftstoffe und andere Chemikalien, die Störungen des Hormonhaushalts, Allergien und Hautirritationen auslösen können. Sogar Formaldehyd, ein krebserregender Stoff, wurde bereits auf dem Klebestreifen von Slipeinlagen gefunden.[2] Glyphosat, ein Pflanzen­schutzmittel, das bei der Herstellung von Baumwolle eine Rolle spielt, und auch in Slipeinlagen zu finden ist, ist in den letzten Jahren stark in Verruf geraten und gilt als wahrscheinlich krebserregend[3]. Ebenso beinhalten Slipeinlagen optische Aufheller, die zur Bleichung von Zellstoff eingesetzt werden und ebenso in Verdacht stehen, Allergien und Reizungen auszulösen.

Unsere Vulva ist diesen Inhaltsstoffen im Zuge der Verwendung von Slipeinlagen mehrmals monatlich, oft sogar täglich, ausgesetzt. Über die Schleimhaut und die besonders dünne, manchmal rissige Haut im Intimbereich werden Schadstoffe leicht aufgenommen. Auf diesem Weg gelangen sie in unseren Blutkreislauf und werden von dort in unseren gesamten Körper verteilt.

Die Lösung: Slipeinlagen aus Bio-Baumwolle

Die gute Nachricht: all diese Probleme lassen sich mit unseren plastikfreien Slipeinlagen aus Bio-Baumwolle vermeiden.

Mit fünf bis sieben Slipeinlagen kannst du bei einer Nutzung von mehreren Jahren bis zu 1000 Slipeinlagen sparen und somit deinen ökologischen Fußabdruck deutlich reduzieren. Du kannst sowohl Geld als auch Müll sparen, einen achtsamen Umgang mit deiner Körperhygiene erlernen und dich gleichzeitig an den hübschen Designs erfreuen. Worauf wir besonders stolz sind: unsere Slipeinlagen werden in einem kleinen Atelier in Süddeutschland genäht.

Doch nicht nur die Umwelt, sondern auch deine Gesundheit wird es dir danken: Slipeinlagen aus Stoff sind atmungsaktiv, wodurch kein Hitzestau entsteht, du weniger schwitzt und sich keine unangenehmen Gerüche bilden. Frischegefühl garantiert! Durch die Verwendung von Biobaumwolle kommt deine Haut mit keinerlei Chemikalien oder Giftstoffen in Berührung. Du brauchst dir deshalb keine Sorgen über Glyphosat, Formaldehyd und ihre schädlichen Auswirkungen auf deine Gesundheit machen.

Druckknöpfe anstelle eines Klebestreifens aus Plastik fixieren die Slipeinlage in deiner Unterwäsche verhindern ein Verrutschen – für ein angenehmeres Tragegefühl. Und ganz besonders bei Windelzauberland: unsere Druckknöpfe bestehen aus Messing und kommen somit ganz ohne Plastik aus. Der Umwelt und deiner Gesundheit zuliebe!

[1] Report der Organisation Women’s Voices For The Earth, 2013

[2] Deutsches Testmagazin, 2011; Report der Organisation Women’s Voices For The Earth, 2013

[3] Internationale Krebsforschungsagentur (IARC), 2015; eine argentinische Studie von 2015 ergab, das 85% der getesteten Binden und Tampons Glyphosat enthielten