Die besten Stoffwindeln - von Müttern entwickelt

Du möchtest mit Stoffwindeln starten, aber bist unsicher, ob du weißt, wie der Hase läuft?

Wir haben die 5 wichtigsten Dinge für dich zusammengetragen, die du unbedingt wissen solltest, bevor du mit Stoffwindeln beginnst!

Los gehts!

1. Kenne die verschiedenen Stoffwindelsysteme

Bevor du überhaupt mit Stoffwindeln startest, solltest du dich unbedingt mit den verschiedenen Stoffwindelsystemen auseinandersetzen. Die gute Nachricht: für jedes Kind, jedes Elternteil und jedes Bedürfnis gibt es die richtige und passende Stoffwindel! Die schlechte Nachricht: in diesem Stoffwindeldschungel kann schnell mal der Überblick verloren werden. Um Fehlkäufe zu vermeiden, ist es daher unerlässlich, sich vorab einen Überblick zu verschaffen und das passende System zu finden. In diesem Artikel stellen wir die die verschiedenen Systeme sowie ihre Vor- und Nachteile kurz und bündig vor.

5 Dinge, die du wissen solltest, bevor du mit Stoffwindeln anfängst

PUL-Überhose mit Lebiba-Einlage

2. Habe genug Stoffwindeln parat!

Um Vollzeit mit Stoff wickeln zu können, ohne jeden Tag waschen zu müssen (denn dazu wirst du mit Baby aller Wahrscheinlichkeit nicht kommen) ist es unerlässlich, genug Stoffwindeln zu haben. Um auszurechnen, wie viel Windeln du benötigst, musst du dir zunächst Gedanken über deinen Waschzyklus machen. Wie oft in der Woche wirst du waschen? 

Gehen wir von einem Wickelnintervall von 2 bis 3 Stunden aus, kommen wir auf einen Windelverbrauch von ca. 6 Windeln am Tag sowie einer in der Nacht. 

Wir empfehlen aus Hygienegründen einen Waschrhythmus von allen drei Tagen, sodass die Windeln nach dem vierten Tag wieder trocken und einsatzbereit sind. Daher brauchst du 6×4=24 vollständige Windeln (z.B. All-in-Ones oder Pockets) oder 24 Saugeinlagen und ca. 6 Überhosen bei einem zweiteiligen Stoffwindelsystem. Zusätzlich kommen 4 Windeln für die Nacht (zum Beispiel Höschenwindeln).

Planst du einen längeren oder kürzeren Waschzyklus, so kannst du die benötigst Menge einfach anpassen.

Tipp: Um nicht in Stress zu geraten, empfehlen wir lieber immer etwas mehr Ausstattung, denn Stoffwindeln sollen Spaß machen!

5 Dinge, die du wissen solltest, bevor du mit Stoffwindeln anfängst

So könnte dein Windelstapel aussehen

3. Passe die Saugkraft und das Wickelintervall an dein Kind an!

Oft erreichen uns Nachrichten besorgter Kund:innen, dass ihre Stoffwindeln auslaufen. In den allermeisten Fällen liegt das tatsächlich an mangelnder Saugkraft in der Stoffwindel oder an einem unzureichendem Wickelintervall.

Achte deshalb unbedingt darauf, genug Saugmaterial in Form von Einlagen, Boostern oder ähnliches zu verwenden. Halte zu Beginn die Wickelintervalle kurz und teste aus, wie lange dein Kind mit der verwendeten Einlage im Schnitt auskommt. Schnell bekommst du dann ein Gefühl dafür, ob du mit einer zusätzlichen Einlage oder einem Booster die Saugkraft verstärken musst. Ist die Saugeinlage vollständig nass, kann sie nichts mehr aufnehmen und gibt die Feuchtigkeit auch durch die Überhose ab! Manchmal reicht es auch einfach, die Wickelintervalle etwas kürzer zu halten.

5 Dinge, die du wissen solltest, bevor du mit Stoffwindeln anfängst

Beim Wickeln mit einer Wollüberhose

4. So werden Stoffwindeln angelegt

Stoffwindeln sitzen anders als Wegwerfwindeln und sollten auf gar keinen Fall analog angelegt werden. Während Wegwerfwindeln an den Oberschenkeln abschließen, tun Stoffwindeln dies in der Leiste. Dies ist wichtig für die Bewegungsfreiheit deines Kindes. Nach dem Anlegen der Stoffwindel schiebst du die Bündchen daher einfach in die Leiste. Währenddessen kannst du direkt überprüfen, ob wirklich alles Saugmaterial in der Überhose liegt und es ggf. reinschieben. Es darf nichts aus der Windel herausschauen, ansonsten entsteht eine Nässebrücke und die Windel hält nicht dicht. Achte außerdem darauf, die Windel nicht zu eng zu schließen: es darf einige Finger breit Luft bleiben und die Stoffwindel darf auch etwas vom Bauch abstehen!

5 Dinge, die du wissen solltest, bevor du mit Stoffwindeln anfängst

Stoffwindeln sitzen hüftig

5. Wasche deine Stoffwindeln richtig!

Ein häufiger Stolperstein ist außerdem das korrekte Waschen. Um Bakterien- und Keimbildung zu verhindern, solltest du einen Waschintervall von ca. drei Tagen einhalten. Wasche das Saugmaterial unbedingt bei mind. 60 Grad mit Vollwaschmittel in Pulverform und gib bei Bedarf noch zusätzliche Sauerstoffbleiche hinzu. Wähle Vorwäsche mit Abpumpvorgang, damit zunächst das Pipi ausgespült wird und die Windeln dann in sauberem Wasser gewaschen werden. Falls vorhanden, verwende die Wasser Plus Taste deiner Waschmaschine. PUL-Überhosen kannst du entweder mit dem Saugmaterial oder der normalen Buntwäsche mitwachsen. Wollüberhosen bitte ausschließlich per Hand und nach Pflegeanleitung waschen.

Jetzt bist du bestens gerüstet für dein Abenteuer mit Stoffwindeln. 

Noch mehr Fragen?

Dann schau doch mal auf unserem Blog, unserem FAQ oder auf unserer Seite „Stoffwindeln – wie geht das?“ vorbei. Außerdem bieten wir immer wieder kostenlose Workshops an. Sprich uns bei Fragen einfach an. Wir freuen uns auf dich!